Die Gesellschaft Bochum-Donezk e.V. wurde im März 1987 noch vor der offiziellen Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen den Oberbürgermeistern der Städte Bochum und Donezk gegründet. Donezk, eine Bergbau- und Stahlstadt, hat ca. 1,1 Mill. Einwohner und liegt im Osten der Ukraine, ca. 3000 km von Bochum entfernt.
Die ursprüngliche Hauptaufgabe, möglichst viele Besuche auf Bürgerebene zu organisieren, ist zwar immer noch ein wesentliches Anliegen, aber nur eine Aufgabe unter vielen. Anfang der 1990er Jahre veränderte sich die politische Situation - die Ukraine wurden selbständig. Eine Folge davon war die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, die sich in Donezk u.a. in der Schließung zahlreicher Zechen und damit verbundener Industriebetriebe zeigte, was zu einer hohen Zahl Arbeitsloser führte. Da es kaum soziale Absicherung für die Bevölkerung gibt, stieg die Anzahl der Bedürftigen und Kranken, was im Laufe der Jahre dazu führte, dass die Gesellschaft Bochum – Donezk e.V. andere Aufgaben in den Vordergrund stellt:
- die humanitäre Hilfe für bedürftige Familien, Waisenkinder und alte Menschen - insbesondere auch ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter - durch Kleidersammlungen und "Essen auf Rädern"
- die "Hilfe für leukämiekranke Kinder"
- die Unterstützung einer Selbsthilfegruppe für Kinder, die an Diabetes erkrankt sind
- das Projekt "Sonnenstadt", bei dem versucht wird, Straßenkinder und Sozialwaisen zu resozialisieren.
Die zahlreichen Hilferufe, aber besonders auch die Dankschreiben, die war auch nach so vielen Jahren bekommen, zeigen uns, dass wir mit unserer Hilfe immer noch bittere Not lindern. Denn es gibt zwar inzwischen auch Ukrainer, die viel Geld haben, aber es gibt noch viel mehr, die unsere Unterstützung dringend benötigen.




